Sylvia: Fallmaschenpulli

Altes Garn sparte sich jahrelang für ein neues Modell auf

Mein Wollvorrat wünschte dringend reduziert zu werden, aber wo anfangen? Letztendlich habe ich mich für etwa 300 g dunkelblaumeliertes Baumwollmischgarn von Austermann entschieden, das möglicherweise noch aus dem 20. Jahrhundert stammt 😉 Hat sich das Garn für den Fallmaschenpulli Modell 43 aus FILATI No. 57 (Frühjahr/Sommer 2019) aufgespart? Jedenfalls passt es perfekt zu dem Modell, finde ich.

Aber, anstatt es wie angegeben in Vorder- und Rückenteil zu stricken, habe ich mich entschieden, es in einem Stück in Runden zu fertigen. Und weil die Seitennaht entfiel, fielen auch gleich die vier Randmaschen einfach weg. Viele Zentimeter nur rechte Maschen. Für mich ja total untypisch und vielleicht auch ein bisschen langweilig? Nach dem Bündchen wurde es bis zu den Ärmeln mit ein paar Zunahmen jedenfalls ganz entspannt, was sich dann bei den Aufnahmen für die Ärmelchen änderte. Das war eine kleine Hürde auch für mich, die erst mal überwunden werden wollte.

Um weiter ohne Naht zu arbeiten, nahm ich gleich die nötigen Maschen doppelt (also  zweimal vorne und hinten) auf und strickte daraus in beide Richtungen. Damit ich unter anderem Vorder- und Rückenteil getrennt von einnander stricken kann, benötigte ich eine zweiten Fadenansatz, um die Öffnung für die Ärmel zu gewährleisten. Hierfür habe ich zwei verschiedene Anschläge genutzt, die du im folgenden Video siehst:

Das Fallmaschenmuster ging mit etwas Konzentration wieder leicht von der Hand.

Die Schulternähte schloss ich, indem ich auf der linken Seite mit drei Nadeln abkettete:

 … wobei die angegebene Abkettmaschenzahl nicht ganz dem entsprach, was ich tatsächlich abgekettet habe.

Für den Halsausschnitt gab es noch zwei Extra-Runden, bevor es dort ans Abketten ging. Dann noch vier Fäden vernäht, denn beim Garnwechsel wurden die Fäden gleich mit dieser Technik eingewebt:

Den Abschluss der Arbeit bildet laut Anleitung der Häkelrand an den Ärmelchen. Dafür durfte ich dann auch noch einmal vier Fäden vernähen. – fertig! 🙂

Und so schaut meine Variante aus:

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