Archiv für den Autor: Sylvia Redetzky

Beim Heaslan- oder Pfoasn-Strickworkshop

pfoasnAls ich las, dass in Partenkirchen ein Heaslan- oder Pfoasn-Strickworkshop stattfindet, dachte ich gleich, das ist was für mich. Schließlich habe ich noch nicht ausgelernt und Entrelac, bzw. das Flechtmuster hatte ich schon länger auf dem Plan. Es machte mich neugierig diese Wadenstrümpfe, mit dem typischen Rautenmuster, zu lernen. So meldete ich mich gleich bei einer freundlichen Mitarbeiterin in der Partenkirchner Bücherei, in der der Strickworkshop stattfinden sollte, an.

Und so machte ich mich dann auf den Weg. Der Workshop ging über fünf Abende. Es war eine gemütliche Runde von circa ein Dutzend Frauen aus der Region. Alle mit dem Ziel ihren Männern und/oder Söhnen ein Paar Festtagspfoasn zu stricken. Man ist sich einig: Handgestrickte Strümpfe oder Wadenstrümpfe machen die Tracht vollkommen und gehören dazu.

So erfahre ich, dass „Mann“ die Heaslan in Garmisch traditionell im Werdenfelser grün/grau und rundherum die Pfoasn im Werdenfelser grün/rohweiß zu seiner Festtagstracht trägt.

Und auch wenn ich aus München kommend, in blau/weiß strickte, wurde ich freundlich aufgenommen. In München kann man schließlich alles tragen. 😉

In und um Garmisch herum haben sich die Wadenstrümpfe im letzten Jahrhundert in dieser Form durchgesetzt. Zuvor gab es eine Vielfalt an Loferl, die heute noch als Alltagsstrümpfe getragen werden. Mit den Loferl wird die Zugehörigkeit im Verein gezeigt, was man immer wieder bei den traditionellen Trachtenumzügen sehen kann. Und die Strümpfe gehören nun mal handgetrickt, bzw. sind maschinell gar nicht möglich. Schon allein, wenn man an die Liebe denkt, die da mit hinein gestrickt wird.

Veronika, die Kursleiterin hatte nach alten Überlieferungen die Anleitung zu den Pfoasn erarbeitet, geschrieben und für uns zugänglich gemacht. Es ist ein sehr schönes Modell mit unterschiedlichen Größen für Männer und Kinder geworden.

An den ersten beiden Abenden wurde der Umschlag und die Mausezähnchen gestrickt. Veronika erklärte alles sehr geduldig und nahm sich Zeit für jede Strickerin. Ab dem dritten Abend ging es dann ans Entrelac. Ich war schon ganz gespannt und etwas Übung machte das Muster von Mal zu Mal besser.

Am Ende jeden Abends gab es eine Kopie der handschriftlichen Anleitung. So werden die Muster heute noch von Stricker_in zu Stricker_in überliefert.

Veganer Schokoladen-Zucchini-Kuchen

schokokuchenVor einiger Zeit haben wir hier für euch das Rezept von Marlenes Chutney aus grünen Tomaten veröffentlicht. Heute gibt es auf häufige Nachfrage hin ein neues Rezept aus dem Fasercafé, nämlich meinen vegangen Schokoladen-Zucchini-Kuchen – erstaunlich lecker!

Zutaten

  • 180 g Dinkelmehl (Typ 1050)
  • 1 TL (Weinstein-)Backpulver
  • 1/2 EL Kaisernatron
  • 1 gestr. TL Zimt
  • 1 Msp. Bourbon-Vanille (od. 1 P. Vanillinzucker)
  • 1 Prise Salz
  • 150 g (Rohrohr-)Zucker
  • 1/4 Tasse (1 geh. ELKakaopulver
  • 60 g Mandeln
  • 100 ml Öl (z.B. Rapsöl, Kokosöl)
  • 2 (Bio-)reife Bananen
  • 1 geraspelte Zucchini, mittlerer Größe
  • Etwas Hafermilch oder eine andere vergleichbare Flüssigkeit
  • 1 geh. EL Kakao-Nips, wer mag

… und etwas Fett für die Form 

Zubereitung

  • Backofen auf 160 °C vorheizen!
  • Backmischung aus den trockenen Zutaten herstellen.
  • Öl, geschälte und gestückelte Bananen und Mandeln hinzugeben.
  • Zucchini (schälen), raspeln und mit den  den Kakao-Nips zu den anderen Zutaten geben,
  • Gut vermischen/verrühren.
  • In einer gut gefetteten (z.B. Gugelhupf)  bei 160 °C ca. 1 Stunde bei Umluft backen.
  • Mit einem Holzstäbchen testen!
    Anschließen eventuell noch 15 Minuten im ausgeschalteten Ofen ruhen lassen.
  • Den fertigen Kuchen vorsichtig herausnehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Viel Spaß damit!

Schlauer und entspannter durch Handarbeit

Ich weiß es schon lange und du hast es sicher auch schon selbst erlebt:

Handarbeit macht entspannt, schlau, vielleicht auch schlanker und auf jeden Fall glücklich.

Interessant ist: Die Wissenschaft stimmt uns zu!

Auf meisterclass.de findest du 10 gute Gründe um Stricken zu lernen, unter anderem führt Stricken laut einer aktuellen Studie des Harvard Medical Institutes zu einem vollkommenen Entspannungszustand.

Laut taz! haben Stricker_innen ein 40 % niedrigeres Risiko für für pathologische Gedächtnisverluste und eine kleine Studie bestätigte, dass Stricken Ängste verringert und zufrieden macht.

Beim NDR ist zu lesen, dass Stricken Schmerzen vertreibt und das Gedächtnis anregt und Fabalista schreibt, dass Stricken die Konzentration stärkt

Beim Spinnen, Häkeln, Sticken und anderen Nadelarbeiten dürfte Ähnliches gelten, zumal man ja sagt: Needlework entspannt und Spinnen ist gut für die Seele.